Ich hab mich, wie sich einige ja sicher erinnern, vor einiger Zeit mal angefangen mit Grafiktabletts zu beschäftigen. Egal ob zum direkten Skizzieren, Zeichnen oder Designen am Computer, oder eben auch als Ersatz für die Maus zum punktuellen Arbeiten in z.B. Lightroom oder Photoshop, Grafiktabletts machen in jedem Fall eine gute Figur und ich möchte meins nicht mehr missen. Da mir die Geräte von Wacom schon damals überteuert vorkamen, hatte ich mich ja auf die Suche nach einer günstigeren Alternative gemacht. Meine Wahl fiel damals auf das Huion DWH69, welches ich nach wie vor gerne benutze – soviel also zur „billigen“ China Qualität – ich mein, wo produziert denn Wacom?

Um so gespannter war ich natürlich auf den Nachfolger des DWH69, das WH1409 bzw. Giano – richtig gelesen Giano, das gute Stück kommt mit einem eigenen Namen daher. Eigentlich ist das Gerät schon seit einiger Zeit im Handel erhältlich, nur in Deutschland mussten wir uns mal wieder etwas länger gedulden.

Ich konnte mich ja beim DHW69 nicht so genau festlegen, ob mir das LED Display gefällt, bzw. ob es einen wirklichen Nutzen hat, oder nicht. Aus dem erhofften Update des LED Displays zum Farben-Mischpult ist leider nichts geworden – schade eigentlich. Stattdessen verzichtet Huion nun ganz darauf. An Stelle des LED Displays komme nun 4 farblich abgegrenzte LED Balken zum Einsatz, die Auskunft über den Ladezustand, den Akkuzustand und die Signalstärke des Tabletts zum Computer bzw. zum Stift geben.

Werfen wir aber mal einen genauen Blick auf das gute Stück:

Was wohl den meisten auf den ersten Blick auffällt ist die Größe des Tabletts. Huion selbst wirbt hier mit der größten Aktiven Bereich auf dem Markt. Und ja, das Teil kann sich echt sehen lassen. Das nenne ich mal ein gigantisches Grafiktablett! Besonders deutlich wird das im direkten Vergleich zum DWH69. Das gesamte Tablet ist in etwa so groß, wie der 350 x 220 mm große aktive Bereich des Giano.

Abgesehen von der enormen Größe, kann das Huion WH1409 mit so ziemlich den gleichen Hardware Specs wie schon das DWH69 punkten. Was heißt das? 2048 Druckstufen, 230RPS und 5080 LPI!

Statt der 8 frei programmierbaren Expresskeys habt ihr nun sogar 12 zur Auswahl. Gut, Platz ist ja genügend da! Für mich auf jeden Fall ein Vorteil, es handelt sich um „klickbare“ Tasten, keine Toch-Tasten. Man bekommt also beim Drücken ein mechanisches Feedback. Auch der 2000mAh Akku kann sich sehen lassen. Wobei das mitgelieferte USB Kabel lang genug ist, um damit auch komfortabel am Schreibtisch zu arbeiten. Wer aber Wert auf kabellose Freiheit legt, der kann das Giano nach nur 7h Ladezeit ca. 40h beuzten.

Nett ist auch die Möglichkeit Files direkt auf dem Tablet zu speichern. Anders als die Produktdetails vielleicht vermuten lassen, gibt es allerdings keinen microSD Karten Slot, sondern der Speicher ist intern verbaut. Auf der einen Seite sicher praktisch, da man so die Karte nicht zu Hause vergessen kann, auf der anderen Seite etwas schade, da man die 8GB nicht erweitern kann.

Der mitgelieferte Stylus inkl. Zubehör entspricht dem des DWH69. Nur auf eine Transporttasche und einen Handschuh wird hier verzichtet. Der Handschuh wäre sicherlich ganz nett gewesen, aber eine Transporttasche wohl eher weniger nützlich – ich meine wer verreist schon mit dem riesen Teil, oder schleppt es ständig durch die Gegend.

Was die Bedienung des Grafiktabletts angeht, so fällt auf, dass der Stift noch ein bisschen natürlicher über das Tablett  zu gleiten scheint, hier hat Huion wohl einige Zeit in die Weiterentwicklung der Oberfläche gesteckt.

Fazit

Erhältlich ist das gute Stück für die stolze Summe von knapp 160€ bei amazon. Zugegeben, damit spielt es preislich schon fast wieder in einer anderen Liga. Für das Geld bekommt ihr aber auch einiges geboten.

Wer auf der Suche nach einem wirklich großen Grafiktablett ist und weniger Wert auf Portabilität legt, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Wer aber eher auf der Suche nach einem kleinen Grafiktablett ist, welches man auch gerne mal ohne Probleme transportieren kann, dem kann ich nach wie vor das DWH69 ans Herzen legen. Mit knapp 84 ist das auf jeden Fall deutlich günstiger, bietet aber fast den gleichen Funktionsumfang.

 

Überblick der Rezensionen
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veit
Ich heiße Veit, bin 28 Jahre alt und studiere derzeit Wirtschaft und Chinesisch an der FU Berlin. Neben meinem Studium arbeite ich als Freelancer im Bereich Online Marketing/SEO, bzw. als Werkstudent im Marketing/Management.

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