Ich hatte dieses Mal die Möglichkeit nicht nur wie bei Huaweis letztem Flaggschiff, dem P8, das Gerät schon im Vorfeld unter die Lupe zu nehmen, sondern auch noch direkt am internationalen Launch Event teilzunehmen. Zum kompletten Event und Aktionswoche von Seiten Huaweis wird es zur gegebener Zeit noch einen ausführlichen Bericht geben, dafür fehlt es mir aktuell an Zeit. Hier möchte ich wirklich nur auf Huaweis neustes Smartphone, das Mate S eingehen.

Ich war designtechnisch ja schon vom P8 echt angetan, aber ich muss sagen, beim Mate S war es Liebe auf den ersten Blick. Es ist für mich eines der edelsten und optisch ansprechendsten Smartphones, die ich je gesehen habe.

Mit einer Höhe von knapp 15 cm und einer Breite von 7,5 cm ist es weder zu klein, noch zu groß. Es liegt nahezu perfekt in der Hand. Für den ausgesprochen guten Halt sorgt aber auch das Curved-Design, wobei das Mate S an der dünnsten Stelle gerade einmal 2,65mm dick ist. Trotz Curved-Design liegt das Mate S aber dennoch stabil auf dem Tisch und kann ohne Probleme im Liegen bedient werden.

Es sieht fast so aus, als wenn hier das Design vom P8 auf das des Mate 7 prallt und sich das Beste aus beiden Welten vereint. So steht zwar die Kamera einige mm über, aber dafür verfügt das Mate S über einen Fingerprint Sensor auf der Rückseite. Alles in Allem wirkt das Mate S hochwertiger und eleganter als beide anderen Geräte.

Was mir besonders zu Beginn ins Auge gefallen ist, sind die farblich angepassten Abdeckungen der Antennenstreifen. Was beim P8 noch ähnlich wie beim iPhone 6 direkt ins Auge stach, tritt jetzt dezent in den Hintergrund und geht quasi fließend mit ins edle Design über

Die Verarbeitung gibt auch keinen Grund zur Beanstandung. Alle ecken und Kanten wurden sauber verarbeitet. Genau genommen gibt es eigentlich keine wirklichen Ecken oder Kanten. Alles ist wunderbar rund und geschmeidig verarbeitet worden, was zu einem wirklich angenehmen Gefühl in der Hand sorgt. Das Mate S ist also wirklich ein „Handschmeichler„.

Huawei verbaut zum ersten Mal ein AMOLED-Display in einem ihrer Smartphone. Das 5,5″ Display kommt mit einer FullHD Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln auf eine Pixeldichte von 401 ppi.

mate_s_front

Unter der Haube werkelt ein hauseigener Kirin 935, ein ARM-basierter Octa-Core-SoC. Neben den 8 CPU Kernen in bekannter big.LITTLE Arichtekutur ist auch eine Mali-T628 MP4 Grafikeinheit, einen Dual-Channel LPDDR3-1600-Speichercontroller sowie ein LTE Cat. 6 Modem mit an Bord.

Vom älteren Kirin 930, der z.B. im P8 verbaut wurde, unterscheidet sich der Kirin 935 durch einen minimal höheren CPU-Takt von bis zu 2,2 GHz.

Die Kamera hat das Mate S quasi aus dem P8 übernommen. Somit verfügt es neben Sonys RGBW Sensor auch über eonen optischen Bildstabilisator und einen Dual-LED Blitz. Über die Qualität der Schnappschüsse muss man sich hier also keine Sorge machen.

Auch der Video Modus erinnert stark an den des P8. Lightpainting oder Zeitrafferauffnahmen steht also nichts mehr im Wege!

Aber eines ist komplett neu, wenn wohl auch nur softwaretechnisch. Der „Pro Kamera“ Modus. Hier lassen sich ähnlich wie bei einer DSLR im manuellen Modus Einstellungen an der Blende, Verschlusszeit oder ISO Werten vornehmen. Damit lassen sich, vorausgesetzt man weiß was man tut, oder arbeitet sich zumindest in die Materie ein, spektakuläre Fotos schießen.

mate_s_bodyWie das Mate 7 verfügt das Mate S ebenfalls über einen Fingerprint Sensor, bzw. einen Fingerabdruckscanner. Allerdings handelt es sich hier um die Version 2.0, die noch schneller Fingerabdrücke erkennen soll.

Zusätzlich zum einfachen Entsperren des Devices mittels Fingerabdruck lassen sich aber auch noch andere praktische Dinge mit diesem Fingerprint 2.0 anstellen. Man kann ihn nutzen, um durch die Galerie zu blättern, Anrufe entgegen zu nehmen, den Alarm zu deaktivieren, oder sogar als Auslöser für die Kamera.

Ähnlich wie beim P8 lassen sich auch beim Mate S durch einfaches Anklopfen auf dem Display Screenshots erstellen. Damit aber nicht genug. Es besteht zudem auch die Möglichkeit bestimmte Apps durch Wischgesten mit den Fingerknöcheln zu starten.

Welche App jeweils gestartet werden soll, könnt ihr in den Einstellungen selbst festlegen. So macht es natürlich Sinn, dass sich beim Zeichnen eines „C“ die Kamera App öffnet und nicht unbedingt die facebook App.

Einer der Wermutstropfen bei diesem Device ist eindeutig der Akku. Statt eines 4.000 mAh Akkus wie beim Mate 7, verbaut Huawei hier einen Akku mit 2.700 mAh.

Fairerweise muss man aber sagen, hatte ich bis jetzt keinerlei Probleme, was die Akkulaufzeit angeht und ich benutzte das Mate S nun seit knapp einer Woche täglich.

Wie beim P8 setzt Huawei auch beim Mate S auf die bekannte Kombination aus Android 5.1 und des hauseigenen Emotion Userinterface – EMUI 3.1.

Da ich bereits auf youtube und per mail nach den Bildern aus der Galerie gefragt wurde, habe ich mal fix alle Bilder und Videos die werksseitig auf dem Gerät zu finden sind für euch zusammen gepackt und hochgeladen. Downloaden könnt ihr sie hier.

Benchmark

Hier noch schnell ein paar Hardwarefacts und Benchmarkwerte:

Verfügbarkeit

Die 32GB Variante ohne Force Touch wird Ende September für 649€ in den Farben Titanium Grey und Mystic Champagne verfügbar sein.

Die 64GB Version wird es wohl für 699€ geben, wobei man hier auch vergebens nach Force Touch suchen wird.

Lediglich die 128GB Premium Version wird mit Force Touch ausgeliefert. Was den Preis angeht, so gibt es noch keine konkreten Informationen. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass sich der Preis in etwa bei 799€ bewegen wird. Vielleicht sogar noch etwas darüber.

Vorbestellt werden kann das Mate S bereits ab dem 15. September in Huaweis eigenem Onlineshop.


Force Touch ja, aber nur in der 128GB Premium Variante.


So in etwa hätte man es auf der Pressekonferenz auch abkürzen können.

Die Technik weiß zu überzeugen und die Einsatzmöglichkeiten sind schier unbegrenzt, aber leider müssen wir trotzdem vorerst darauf verzichten.

Das ist nicht nur ziemlich ärgerlich, sondern auch in Anbetracht des stolzen Preises für das Mate S in der Grundausstattung nicht wirklich akzeptabel wie ich finde. Schon gar nicht, wenn man es so auf der Pressekonferenz anpreist.

Überblick der Rezensionen
Design
Hardware
Kamera
Nutzerfreundlich
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veit
Ich heiße Veit, bin 28 Jahre alt und studiere derzeit Wirtschaft und Chinesisch an der FU Berlin. Neben meinem Studium arbeite ich als Freelancer im Bereich Online Marketing/SEO, bzw. als Werkstudent im Marketing/Management.

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