Talkband B1

Vor einigen Jahren war Huawei wohl nur Chinesen ein Begriff. Huaweis große Stärken liegen natürlich im Bereich der Netzwerktechnik, wobei wir als Endkunden das Meiste davon wohl nicht einmal zu Gesicht bekommen. Selbst viele der Endgeräte werden hier zu Lande hauptsächlich von Service Providern wie der Telekom oder Vodafone direkt vertrieben, darunter hauptsächlich USB-Surf-Sticks und Router. Aber seit einiger Zeit bietet Huawei auch selbst immer wieder neue Endgeräte an.

Mit dem Huawei Honor gelang Huawei vor knapp 3  Jahren dann auch in Deutschland der Durchbruch auf dem Smartphone Markt. Wie man schon vorher die chinesische Version des Huawei Honors hierzulande ohne Einschränkungen nutzen konnte, hatte ich damals hier beschrieben.

Seitdem hat sich viel getan. Wo es früher nur ein bis zwei Smartphone Modelle gab, bietet Huawei heute eine Vielzahl von Smartphones und Tablets, sowie diverses Zubehör an.

talkbandMit Letzterem wollen wir uns heute aber genauer beschäftigen! Im speziellen mit dem Huawei Talkband B1.

Bei dem Huawei Talkband B1 handelt es sich um eine Kreuzung aus Smartwatch und Fitnessband, wobei sich die eigentliche Hardware auch noch entnehmen und als Headset verwenden lässt. Klingt auf jeden Fall erst einmal ziemlich interessant!

Wie genau das ganze aussieht, das könnt ihr euch im nachfolgenden Video angucken:

Verglichen mit reinen Smartwatches anderer Hersteller fällt zunächst mal auf, dass das Talkband wesentlich kleiner ist, deshalb aber auch über ein kleines Display verfügt. Verbaut wurde hier ein 1,6″ großes Curved-OLED. Die größte Besonderheit dürfte wohl aber die Tatsache sein, dass sich dieses Display bzw. der gesamte Clip herausnehmen und als Bluetooth-Headset verwenden lässt.

Auch der Funktionsumfang dürfte mit einer normalen Smartwatch wenig gemein haben, so verfügt das Armband über Sensoren zur Schrittzählung, Distanzmessung und Schlafüberwachung.

 Besonders gefällt mir auch, dass der USB Anschluss im Armband verbaut ist, man benötigt somit kein extra Kabel um das Talkband zu laden.

Das Talkband lässt sich sowohl unter Android, als auch iOS verwenden, hierzu gibt es die passenden Apps im Play Store, bzw. bei iTunes. Nach dem ersten Verbinden mit Bluetooth werden zunächst Uhrzeit und Datum synchronisiert. Anschließend trägt man noch seine Nutzerdaten, wie Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht ein und schon kann man das Talkband verwenden. Praktisch ist hierbei auch, dass das Talkband über NFC verfügt, hiermit lässt es sich ohne Probleme mit dem Smartphone verbinden. Dafür einfach das Talkband an die Rückseite des Smartphones halten und schon wird Bluetooth aktiviert und das Gerät verbunden – bei erneutem Anhalten wird die Verbindung gelöst und Bluetooth deaktiviert.

Was mir zunächst einmal bei den ersten Gehversuchen mit dem Band am Handgelenk aufgefallen ist, eine ständige Verbindung mit dem Smartphone scheint nicht zwingend bei allen Funktionen nötig zu sein. Schritte beispielsweise zählt das Armband auch selbstständig und synchronisiert diese dann, sobald eine Bluetoothverbindung mit dem Smartphone hergestellt wurde.

Die Bedienung ist mehr als einfach, es gibt eigentlich nur einen Knopf. Über diesen wird das Armband an-/ausgeschaltet, es lassen sich Anrufe entgegen nehmen, bzw. durch die Anzeigefunktionen schalten. Für manch einen scheint dieses Art der Bedienung vielleicht langweilig und weniger innovativ, ich persönlich finde sie aber ganz praktisch. Da es sich um keine Smartwatch, sondern um ein Fitnessarmband handelt, reicht mir hier ein Knopf, den ich auch noch beim Laufen bedienen kann. Ebenso benötigt man bei Fitnesstrackern nicht wirklich einen Touchscreen, da die Hände beim Sport eh meist verschwitzt sind und die Bedienung erschweren – Huawei fährt also ganz gut mit nur diesem einen Knopf!

Das Talkband im Alltag

Um das Talkband mal ein wenig näher unter die Lupe zunehmen, war ich damit die letzten Tage ein wenig in Berlin unterwegs. Trotz der breiteren Bauform hat mich weder das Gewicht noch die Passform des Talkbandes gestört. Auch einen kurzen Ausflug zum Grunewaldsee zusammen mit dem Hund hat das Talkband gut überstanden. Am Tragekomfort kann ich hier wirklich nichts aussetzten! Nach einer kurzen Eingewöhnungsgsphase spürt man das Talkband gar nicht mehr.

Ganz lustig ist auf jeden Fall auch der kurze Vibrationsalarm, der einen darauf hinweist, dass man sich längere Zeit nicht mehr bewegt hat und sich doch bitte mal ein wenig bewegen sollte, wie z.B. gerade eben, während des Schreibens dieses Reviews – haha.

Natürlich wollte ich mir auch ein Bild davon machen, wie genau sich das Talkband in der Nacht verhält. Genau aus diesem Grund habe ich es die letzte Nachte über getragen. Hierbei ist es doch zunächst erst einmal ein komisches Gefühl mit dem Band ums Handgelenk zu schlafen. Aber auch daran gewöhnt man sich nach einiger Zeit, … bzw. die Müdigkeit überwiegt – haha.

So, genug geredet, einige Funktionen möchte ich euch jetzt gerne mal live und in Farbe zeigen!

Das Talkband B1 eignet sich eigentlich für Jeden, der gerne unterwegs ist, oder sportlich aktiv ist und dabei nicht auf sein Smartphone verzichten möchte. Das Armband dient als Fitnesstracker, zeichnet Bewegungen auf und liefert Informationen über verbrannte Kalorien. Zusätzlich kommt es mit einem integrierten Headset daher, mit dem man unterwegs oder beim Sport ohne Probleme telefonieren kann und dabei beide Hände frei hat. Klar geht das auch mit Kabel gebundenen Headsets, hierbei aber empfinde ich gerade das Kabel als störend.

Das Talkband B1 ist derzeit für etwa 111€ bei amazon erhältlich.

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