Seitdem Alexa bei uns daheim eingezogen ist, bin ich dabei unser Zuhause smarter zu machen.

Mithilfe des Hue Systems von Philips lassen sich mittlerweile immerhin alle unsere Lampen steuern, egal ob per Smartphone oder mit Alexas Hilfe.

Das Hue System ist in dieser Sicht unschlagbar und macht echt süchtig. Hätten wir mehr Lampen im Haus, ich würde glatt losziehen und mehr Hue LEDs kaufen!  Die Stärken von Hue sind aber auch gleichzeitig seine Schwächen. Mit Hilfe des Hue Systems lassen sich zwar sämtliche Lampen im Haus zu smarten Lampen umrüsten, Voraussetzung hierfür ist aber immer eine passende Fassung für die Glühbirne. Alternativ könnte man sich sonst direkt eine Hue Lampe kaufen. Aber was machen wir dann mit den alten Lampen? Oder Lampen ohne Glühbirnenfassung? Und viel wichtiger, was machen wir mit allen anderen elektrischen Geräten?

Des Rätsels Lösung sind, ebenfalls per Funkt, steuerbare Steckdosen. Philips selbst hat hier nichts dergleichen in seinem Sortiment. Einzige Möglichkeit wären die Funksteckdosen von Osram, die ebenfalls mit der Hue Bridge kompatibel sind. Da diese aber in ihrem Funktionsumfang relativ bescheiden sind, musste eine andere Alternative her!

Nach längerer Recherche im Internet bin ich dann letzten Endes über die smarten WiFi Plugs von der Firma TP-Link gestolpert. TP-Link dürfte wohl den meisten nicht unbekannt sein, da sich dich Firma schon seit Jahren einen Namen im Bereich der Netzwerktechnik gemacht hat. Neben Routern, WLAN Repeatern, Netzwerkkameras, und vielem mehr, hat TP-Link auch Netzwerksteckdosen im Angebot.

TP-Link HS110

Wollen wir mal einen Blick auf das gute Stück werfen.

Wirklich viel lässt sich über so eine Netzwerksteckdose ja nicht sagen. Aber dennoch muss ich zugeben, sie sieht optisch auf jeden Fall ganz nett aus. Wobei hier zählen natürlich eher die „inneren“ Werte – haha.

Installation

Die Installation läuft eigentlich denkbar einfach ab. Man benötigt lediglich die TP-Link Steckdose und die passende App aus dem Google Playstore, bzw. Apples Appstore. Anschließend steckt man die WLAN-Steckdose in die Steckdose, wartet einige Sekunden, bis die LED an der Steckdose blinkt.

Nun kann man die Kasa App öffnen und unter dem Reiter Home oben rechts auf das + klicken. Zur Auswahl steht einem nicht nur die Steckdose, das Smart Plug, sondern auch noch einige andere interessante Gadgets. Dazu aber vielleicht mal an anderen Stelle mehr.

Wir wählen in unserem Fall das Smart Plug aus, den Rest übernimmt die Kasa App. Zunächst verbindet sich die App mit dem eigenen WLAN der Steckdose, nachdem ihr dann euer eigenes WLAN Netzwerk ausgewählt und das Kennwort eingegeben habt, verbindet sich die HS110 mit eurem WLAN und ist ab sofort von überall aus erreichbar.

App

Die Kasa App, mit deren Hilfe ihr die Steckdosen an- und ausschaltet, bzw. programmiert ist gut strukturiert und in meinen Augen wirklich intuitiv. Selbst ungeübte User sollten sich hier spielend zurecht finden. Einziger Minuspunkt an dieser Stelle evtl., dass die App derzeit nur auf Englisch verfügbar ist.

Zu den einzelnen Funktionen jetzt aber noch ein paar zusätzliche Erklärungen.

Funktionen

WiFi

Die WLAN Steckdose lässt sich natürlich per WiFi ansprechen, der Name wäre sonst wohl ziemlich fehl am Platz. Das schöne hierbei aber ist, dass sich die Steckdose nicht nur per Smartphone im eigenen WLAN ansprechen lässt, sondern – sofern man einen Account bei TP-Links My Kasa erstellt hat – auch per Fernverwaltung. So kann man ganz bequem von unterwegs seine Geräte daheim an-, bzw. ausschalten.

Besonders praktisch ist das z.B. wenn man seine Überwachungskamera nur einmal schnell anschalten will, um nach dem Hund zu gucken, oder vergessen hat das Bügeleisen auszuschalten.

Natürlich vorausgesetzt das jeweilige Gerät steckt in der WLAN Steckdose.

Zeitplan

Ähnlich wie eine Zeitschaltuhr könnt ihr hier bestimmte Zeiten festlegen, in denen eure Steckdose an, bzw. aus ist. Besonders praktisch ist, dass ihr das ganze je nach Wochentag bearbeiten könnt. Ihr habt also die Möglichkeit eure Geräte zu unterschiedlichen Zeiten an oder aus zuschalten.

Bei uns daheim nutze ich diese Funktion z.B. für eine Pflanzenlampe, die im Winter dafür sorgt, dass nicht gleich alle Pflanzen eingehen. Die Lampe wird unter der Woche in den frühen Morgenstunden angeschaltet, über die Mittagszeit ausgeschaltet und zum Abend hin wieder angeschaltet. Gegen Mitternacht wird sie dann wieder ausgeschaltet. Am Wochenende hingegen läuft die Lampe fast den ganzen Tag über. Auf jeden Fall ein sehr praktisches Feature!

Timer

Ihr müsst aber nicht unbedingt weit in die Zukunft planen. Wenn ihr eins eurer Geräte einfach und bequem nach einer bestimmten Zeit ausschalten wollt, dann könnt ihr in der App auch einen Timer stellen.

So lassen sich Geräte bequem nach einiger Zeit an- oder ausschalten. Ebenfalls sehr nützlich.

Abwesenheitsmodus

Für den Fall das ihr mal verreisen solltet, ist der Abwesenheitsmodus perfekt. In einem von euch vorher eingestellten Zeitfenster werden die Geräte zufällig an und aus geschaltet, um eben alltägliche Nutzung zu simulieren – fast so als wärt ihr wirklich daheim. Sofern ihr keine IP Kamera an der Steckdose angeschlossen habt, kann euch die Steckdose zwar auch nicht im Einbruchsfall helfen, aber immerhin schreckt sie potentielle Einbrecher ab.

Ich werde das ganze sicher das nächste Mal ausprobieren, wenn wir verreisen!

Verbrauchsanzeige

Ein wirklich cooles Feature ist auch die Verbrauchsanzeige. So habt ihr sowohl den aktuellen Verbrauch eurer Geräte, als auch den Verbrauch über einen längeren Zeitraum immer im Blick.

Gerade wenn ihr manche Geräte über einen längeren Zeitraum laufen lasst, kkann das sehr praktisch sein, um etwaige Kosten zu kalkulieren. In meinem Fall wäre das z.B. eine Pflanzenlampe, die bei uns täglich 10 bis 15 Stunden läuft. Aber ich spiele aktuell mit dem Gedanken meinen Server oder mein NAS auch an so eine Steckdose zu hängen. So könnte man wohl auch WOL umgehen und die Geräte per Steckdose hochfahren. Mal gucken.

Schalter

Ja, die Steckdose verfügt auch über einen simplen An- Ausschalter. Richtig oldschool aber auch richtig praktisch. Denn sonst müsstet ihr eure Geräte erst einmal umstöpseln, wenn ihr euer Smartphone gerade nicht parat habt, oder das WLAN mal wieder spinnt.

Amazon Alexa

JA! TP-Links HS110 arbeiten ohne Probleme mit Alexa zusammen. Nachdem ihr die Smart Plugs in eurer Kasa App eingerichtet und euch einen Account bei My Kasa erstellt habt, könnt ihr den passenden Skill in eurem Echo Device aktivieren. Jetzt müsst ihr noch einmal einen Suchlauf über Alexa starten und schon sollten eure Steckdosen inkl. Den von euch gewählten Namen unter Smart Home Geräte in der Alexa App auftauchen.

Ihr die Steckdosen also ähnlich bequem wie die Hue LEDs von Philips per Sprachbefehlt steuern. „Alexa schalte Steckdose XY ein/aus“.

Für mich war dies einer der Hauptgründe, warum ich mir die Dinger überhaupt angeschafft habe. Es hat sich also mehr als gelohnt!

Fazit

Wer sein Zuhause ein bisschen smarter machen will, bzw. ältere Geräte ebenfalls per Smartphone ansteuern möchte, für den führt meiner Meinung nach kein Weg an den WLAN Steckdosen von TP-Link vorbei.

Für derzeit knapp 40€ bei amazon, bekommt man einiges geboten. Klar gibt es auch günstigere alternativen. Die kommen aber nicht mal ansatzweise an die HS110 von TP-Link ran! Von mir also klare Kaufempfehlung.

Da die Dinger derzeit aber auf Grund von Alexa sehr beliebt zu sein scheinen, stellt euch schon mal auf eine längere Wartezeit ein. Ich hatte Glück, ich habe mehrere Steckdosen zu je 33€ bei Amazon bestellt – diese wurden trotz Lieferzeit von 1 -2 Monaten innerhalb von knapp einer Woche geleifert. Also probiert es aus!

 

Überblick der Rezensionen
Design
Funktionen
Usability
Preis/Leistung
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veit
Ich heiße Veit, bin 28 Jahre alt und studiere derzeit Wirtschaft und Chinesisch an der FU Berlin. Neben meinem Studium arbeite ich als Freelancer im Bereich Online Marketing/SEO, bzw. als Werkstudent im Marketing/Management.

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