Plesk: CentOS 6.5 – Update

centos2Da ich mir ja, wie bereits beschrieben, bei 1und1 im Rahmen des Campus:Code Programms einen vServer zugelegt habe, habe ich nun wieder ein wenig mehr Möglichkeiten, als in meinem alten Webhosting Paket. Ich bin eigentlich ein Fan von Debian und nutze es seit Jahren als Betriebssystem für meine Server. Leider bietet 1und1 derzeit zwar Debian als Betriebssystem an, doch ohne Plesk.  Also habe ich mich für CentOS entschieden, das gibt es derzeit zusammen mit Plesk.

Plesk ist Fluch und Segen zugleich. Gerade für Anfänger erleichtert es das Administrieren eines Server ungemein, aber auch für eher faule Menschen, die nicht ständig jede Config per Hand editieren wollen, bietet es seine Vorteile. Doch wer schon mal versucht hat, innerhalb des schön bunten Webinterfaces seinen Server upzudaten, … Fehlanzeige.

Hier ist Handarbeit angesagt! Also einfach per SSH mit z.B. Putty auf euren Server connecten, als root anmelden und das System manuell auf Vordermann bringen!

Wie eigentlich bei allen Linux Distributionen gibt es auch bei CentOS einen Paketmanager, mit dem sich relativ einfach und unkompliziert sämtliche Software verwalten lässt. In unserem Fall heißt die Paketverwaltung Yum. Die wichtigsten Befehle sind wohl yum install <Paketname> oder yum update (Für einen Überblick über die Befehle einfach nur ‚yum‘ eingeben).

Wollen wir jetzt aber einfach mit yum update unsere php und mysql Pakete updaten, … so kommen wir auch schon zum ersten Problem!

centupCentOS 6.5 ist auf jeden Fall eines, sicher und stabil! Aber wer mit aktueller Software arbeiten will und neue Dinge ausprobieren möchte, der stößt hier leicht an seine Grenzen. Das hauseigene Software-Repository, also da, wo die Pakete her kommen, sieht im Vergleich zu Repos anderer Distributionen ziemlich Mau aus! Aber hier können wir uns leicht Abhilfe verschaffen.

Dazu fügen wir einfach weitere Repos per Hand hinzu. RHEL und EPEL sollten hier eigentlich so gut wie alles abdecken. Diese Repos werden zwar offiziell nicht von CentOS 6.5 supportet, … aber naja, besser als die ganze Software von Hand zu installieren – haha.

Einbinden der beiden Repos geht eigentlich ganz einfach, dafür einfach per SSH auf euren Server connecten, z.B., als root anmelden und folgende Befehle ausführen:

wget //dl.fedoraproject.org/pub/epel/6/x86_64/epel-release-6-8.noarch.rpm
wget //rpms.famillecollet.com/enterprise/remi-release-6.rpm
rpm -Uvh remi-release-6*.rpm epel-release-6*.rpm

Wenn alles geklapt hat sollten die neuen Repos nun zusammen mit den alten unter /etc/yum.repos.d  auftauchen.

Damit Yum nun auch ohne Probleme auf unsere neuen Repos zugreifen kann, müssen wir noch /etc/yum.repos.d/remi.repo  anpassen. Das erledigen wir ganz schnell mit einem Texteditor, beispielsweise vim, oder per WinSCP.

vim /etc/yum.repos.d/remi.repo

Hier einfach direkt am Anfang unter enable= die 0 mit einer 1 ersetzen.

Jetzt können wir ganz bequem erst einmal mysql und php mit yum updaten!

yum update

Für den Fall, dass ihr vorher schon mit mysql gearbeitet habt, könnt ihr ganz bequem auch ältere Files updaten, dazu einfach diesen Befehl in die Console eingeben.

mysql_upgrade -uadmin -p`< /etc/psa/.psa.shadow `

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